erinnern

erinnern

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er|in|nern [ɛɐ̯'|ɪnɐn]:
1. <+ sich> Zurückliegendes im Gedächtnis bewahrt haben, noch wissen, sich ins Bewusstsein zurückrufen:
ich erinnere mich noch an ihn, an diesen Vorfall; er erinnert sich in seinem Buch lange vergangener Tage; <bes. nordd. auch ohne »sich« und mit Akk.> ich erinnere sie, den Vorfall nicht mehr.
Syn.: sich besinnen, denken, sich entsinnen (geh.), präsent haben, Rückschau halten, sich ins Gedächtnis zurückrufen, zurückblicken, zurückdenken, sich zurückversetzen.
2. <tr.; hat veranlassen, an jmdn., etwas zu denken, jmdn., etwas nicht zu vergessen:
jmdn. an einen Termin, an sein Versprechen erinnern.
Syn.: mahnen.
3. <tr.; hat durch seine Ähnlichkeit an eine bestimmte andere Person oder Sache denken lassen:
sie erinnert mich an meine Tante; <auch itr.> die Form erinnert an einen Fisch.
Syn.: ähneln, anklingen, aussehen wie, gleichen.

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er|ịn|nern 〈V.; hat
I 〈V. tr.〉 jmdn. an etwas \erinnern
1. jmdm. etwas ins Gedächtnis zurückrufen
2. jmdn. an etwas mahnen
● ich erinnere dieses Buch sehr gut 〈regional〉 ich erinnere mich sehr gut an dieses Buch ● ich vergesse so viel, ich muss mich an alles \erinnern lassen; der junge Mann erinnert mich an meinen verstorbenen Bruder er sieht ihm etwas ähnlich; deine Bemerkung erinnert mich an ein Erlebnis; jmdn. an ein Versprechen \erinnern; in diesem Haus erinnert vieles noch an frühere Zeiten; \erinnern Sie mich bitte daran, damit ich es nicht vergesse; daran möchte ich nicht gern erinnert werden
II 〈V. refl.〉 sich \erinnern etwas noch wissen, etwas od. jmdn. noch kennen, noch im Gedächtnis haben, noch nicht vergessen haben ● ja, ich erinnere mich jetzt fällt es mir wieder ein; ich kann mich nicht \erinnern, ihn je gesehen zu haben; ich kann mich noch \erinnern, dass ...; ich erinnere mich dessen ● ich kann mich dessen noch deutlich, genau, gut \erinnern; ich erinnere mich dessen nur noch dunkel, schwach; wenn ich mich recht erinnere ich weiß es nur noch ungefähr, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuschtan meinen Großvater kann ich mich nicht mehr \erinnern; daran kann ich mich noch \erinnern
[<mhd. (er)innern <ahd. innaron; zu innaro „der Innere“]

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er|ịn|nern <sw. V.; hat [mhd. (er)innern, ahd. innarōn = machen, dass jmd. einer Sache innewird, zu ahd. innaro = inwendig]:
1. <e. + sich> im Gedächtnis bewahrt haben u. sich dessen wieder bewusst werden:
ich erinnere mich an den Vorfall, an diesen Menschen/(geh.:) dieses Menschen/(österr., schweiz.:) auf diesen Menschen;
wenn ich mich recht erinnere;
<ugs., bes. nordd. auch mit Akk.-Obj. u. ohne Reflexivpron.:> ich erinnere ihn gut;
das erinnere ich nicht.
2.
a) die Erinnerung an jmdn., etw. bei jmdm. wachrufen; wieder ins Bewusstsein rufen:
dieses Denkmal erinnert [uns] an vergangene Zeiten;
ich will nicht mehr daran erinnert werden;
b) veranlassen, an etw. zu denken, jmdn., etw. nicht zu vergessen:
jmdn. an sein Versprechen e.;
c) durch seine Ähnlichkeit ins Bewusstsein bringen:
sie, ihre Stimme erinnert mich lebhaft an meine Schwester.
3. (veraltend) vorbringen, zu bedenken geben:
ich habe Verschiedenes dagegen zu e.

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er|ịn|nern <sw. V.; hat [mhd. (er)innern, ahd. innarōn = machen, dass jmd. einer Sache inne wird, zu ahd. innaro = inwendig]: 1. <e. + sich> im Gedächtnis bewahrt haben u. sich dessen wieder bewusst werden: ich erinnere mich an den Vorfall, an diesen Menschen/(geh.:) dieses Menschen/(österr., schweiz.:) auf diesen Menschen; wenn ich mich recht erinnere, war es vor drei Jahren; <ugs., bes. nordd. auch mit Akk.-Obj. u. ohne Reflexivpron.:> ich erinnere ihn gut; das erinnere ich nicht; Erinnert man Zärtlichkeit? (Chr. Wolf, Nachdenken 169). 2. a) die Erinnerung an jmdn., etw. bei jmdm. wachrufen; wieder ins Bewusstsein rufen: dieses Denkmal erinnert [uns] an vergangene Zeiten; ich will nicht mehr daran erinnert werden; b) veranlassen, an etw. zu denken, jmdn., etw. nicht zu vergessen: jmdn. an sein Versprechen e.; c) durch seine Ähnlichkeit ins Bewusstsein bringen: sie, ihre Stimme erinnert mich lebhaft an meine Schwester. 3. (veraltend) vorbringen, zu bedenken geben: ich habe Verschiedenes dagegen zu e.; ich möchte e., dass ...; ∙ Ich trage darum auch keine Sorge; ich will's nur e. (Lessing, Minna III, 3).

Universal-Lexikon. 2012.

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